Betriebskosten, Rufbereitschafts-Pauschale und Eigenbeteiligung

Betriebskosten sind die Kosten, die dem Träger des Geburtshauses, dem "Geburtshaus Rosenheim e.V.", durch den laufenden Unterhalt und die Ausstattung entstehen: Sachkosten (Miete, Heizung, Instandhaltung, Einrichtung usw.), Personalkosten (Hausmeister, Reinigung, Verwaltung usw.), Quailitätsmanagement. Diese Kosten fallen auch an, falls im Geburtsverlauf eine Verlegung in die Klinik notwendig wird. Das Geburtshaus rechnet die Betriebskosten­pauschale direkt mit den gesetzlichen Krankenkassen ab; privat Versicherte erhalten nach der Geburt oder Verlegung eine Privatrechnung über die Betriebskosten­pauschale gemäß der bayerischen Privatgebührenordnung.

Auch die erbrachten Hebammenleistungen werden bei gesetzlich versicherten Frauen direkt mit den Krankenkassen abgerechnet; privat Versicherte erhalten eine entsprechende Privatrechnung.

Für das Leisten einer unmittelbaren Erreichbarkeit in räumlicher Nähe, einer sofortigen Bereitschaft zur mehrstündigen Geburtshilfe und einer entsprechenden Vertretungsregelung - für das Geburtshaus Rosenheim sind rund um die Uhr zwei Hebammen für Sie rufbereit - erhalten wir Hebammen von einigen Krankenkassen (z.B. der Securvita BKK) eine Rufbereitschafts­pauschale in Höhe von 250,- Euro. Etliche weitere Kassen erstatten diese Pauschale gegen Vorlage eines Belegs. Bis sich die restlichen Krankenkassen und privaten Krankenversicherungen dieser Regelung anschließen, müssen wir Hebammen, wie bundesweit üblich, die Vergütung der Rufbereitschaft für die Zeit zwischen der 37. und 42. Schwangerschaftswoche direkt mit Ihnen vereinbaren.

Weil die Schere zwischen der zunehmenden finanziellen, emotionalen, persönlichen und zeitlichen Belastung der außerklinisch tätigen Hebammen und den kaum angehobenen gesetzlichen Gebühren immer größer wird, haben wir Hebammen uns entschlossen, für die Geburt im Geburtshaus Rosenheim zusätzlich einen Zuschlag zu erheben. Dieser Beitrag in Höhe von 375,- Euro ermöglicht uns Hebammen, die immer noch im Steigen begriffenen Berufshaftpflichtprämien aufzubringen oder junge Kolleginnen ins Team einzuarbeiten. Der Zuschlag für die außerklinische Geburt ist keine Kassenleistung und wird weder von den gesetzlichen Krankenkassen noch von den privaten Krankenversicherungen bezuschusst oder erstattet!

Gerne beantworten wir Ihre Fragen hierzu in einem persönlichen Gespräch.

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